Buddhismus

Begehe keine unheilsamen Handlungen. Übe vollkommen tugendhaftes Verhalten. Und zähme deinen Geist. Das ist die Lehre des Buddha.

Ungefähr vor 2500 Jahren zeigte Buddha Shakyamuni in Bodhgaya, Indien, die (Tat der) Erleuchtung. Den Rest seines Lebens verbrachte er damit, den Anderen aus seinem grossen Mitgefühl und seiner grossen Fürsorge heraus das beizubringen, was er erfahren hatte. Obgleich der Buddha durch Indien zog und jedem, der ihm begegnete Belehrungen gab, schloss er den gesamten buddhistischen Pfad in 3 Stufen ein, die als “Das dreimalige Drehen des Rades” bekannt sind. Seine erste Lehre waren die Vier Edlen Wahrheiten (die vier Wahrheiten der Edlen), welche für alle heute bekannten buddhistischen Schulen die Grundlage bildet. Das zweite Drehen des Rades erklärt die tiefgründigen Aspekte des Pfades; diese betreffen die Natur aller Phänomene und bilden die Basis dafür, was als die “Prajnaparamita Sutras” bekannt ist. Als Drittes beschrieb er genau das in uns allen innewohnende Potential ein Buddha werden zu können, unsere “Buddhanatur”, indem er die Belehrungen über die Natur aller Phänomene in einer mehr zugänglichen Weise darleg-te. Als Buddha Indien bereiste und seine Lehre verbreitete, bearbeitete er seine Belehrungen dergestalt, dass sie den besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Menschen entsprachen. Dadurch trifft man auf eine enorme Vielfalt innerhalb seiner Lehren, von einfachen bis zu tiefgründigen, und aus diesen haben sich viele unterschiedliche buddhistische Schulrichtungen in den verschiedenen Ländern entwickelt. Heute werden diese Lehren in Tibet, Japan, Nepal, Thailand, Sri Lanka, Burma und anderen Ländern Südostasiens praktiziert. Auch in vielen westlichen Ländern gibt es ein wachsendes Interesse.
Buddhismus ist ein spiritueller Weg, der stark auf Logik und Begründungen fußt. Man kann auch sagen, daß sich die Praxis des Buddhismus in zwei Kategorien aufteilt: In Methode und Weisheit. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese beiden sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern tatsächlich zusammen praktiziert werden müssen, um Einsicht und innere Erfahrung zu gewinnen. “Methode” umfasst alle Handlungen oder Aktivitäten, die man auf dem buddhistischen Pfad einübt Der Hauptpunkt ist aufzuhören andere zu schädigen und wo immer es geht zu helfen. Und das ist etwas,was jeder schätzen kann. “Weisheit” bedeutet hier nicht nur blosses intellektuelles Wissen, sondern ist die Übung der besonderen Einsicht in die Art und Weise wie die Dinge letztendlich existieren. Das folgt dem Prinzip der gegenseitigen Abhängigkeit. Alle Phänomene, einschliesslich Glück und Leid, und diejenigen, die es erfahren, entstehen nicht ohne Ursache. Der Buddhismus vertritt nicht die Ansicht eines äusseren Schöpfers. Diese Philosophie wird von allen Schulen und Unterschulen buddhistischen Denkens vertreten. So kann man sagen, daß die grund-legende Sichtweise des Buddhismus die der gegenseitig abhängigen Natur aller Phänomene ist. Die buddhistischen Lehren, wenn sie korrekt angewandt werden, führen den Übenden zu einem offenen und friedvollen Geisteszustand, der ganz natürlich einen ebensolchen Effekt auf die Menschen um ihn herum haben wird Normalerweise ist unser Geist aufgewühlt und gestört durch Emotionen wie Ärger, Anhaftung, Stolz, Eifersucht, und Heischen nach Respekt. Das Ergebnis eines ungezähmten Geistes ist Leiden, und die Ursache dafür ist Unwissenheit. Das bedeutet nicht Unwissenheit im üblichen Sinn, sondern ein Versagen beim Erkennen der wahren Natur der Phänomene. Der Buddhismus lehrt wirkungsvolle Methoden, um den Geist durch Meditation und Kontemplation zu zähmen. Um z.B. dem Hass zu begegnen meditieren wir über Liebe und als Gegenmittel zu unserer fundamentalen Unwissenheit studieren und meditieren wir über die gegenseitig Abhängigkeit der Phänomene. Das Verändern unserer fehlerhaften Wahrnehmung der Realität, bringt den Geist unter Kontrolle und schafft Frieden und Glück. Indem wir den Geist mit solchen Methoden schulen, können wir die Art wie wir denken, sprechen und handeln nicht nur zum eigenen Vorteil, sondern auch zum Wohle aller Wesen transformieren.

   

 

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